Unternehmensbesuch bei HNE-Start Up „Strival“

Das Team um die Strival-Gründer Dennis Hindenburg (2.v.l.) und Marc Büttner (2.v.r.).

Das Thema qualifizierte Fachkräfte für den eigenen Betrieb zu gewinnen treibt derzeit landesweit nahezu alle Unternehmer und Personaler um. Die Zeiten des Überflusses von Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt sind seit langem vorbei und Unternehmen bekommen diese Situation ein ums andere Mal zu spüren. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, nutzen die Unternehmen eine Vielzahl von Ressourcen und scheuen keinen Aufwand – mit dem Ziel junge und gut qualifizierte Arbeitnehmer für sich zu gewinnen. Leider ist dieses Ansinnen nicht oft genug von Erfolg gekrönt.
Mit dem Ansporn, Nachwuchskräfte und ihre Arbeitgeber schon vor einer Ausbildung zusammenzubringen, ist ein junges Eberswalder Team um Dennis Hindenburg und Marc Büttner seit Anfang des Jahres auf dem Markt. Die Eberswalder bieten Bildungsinteressenten die Möglichkeit, eine Finanzierungsanfrage für ihr Bildungsvorhaben zu stellen, gleichzeitig können potenzielle Arbeitgeber dieses Vorhaben finanziell unterstützen und sichern sich damit die Dienste der neuen Fachkraft. Die Idee kam den Jungunternehmern, als sie selbst mit hohen Studiengebühren und Lebenshaltungskosten in der britischen Metropole London konfrontiert waren. „Mir stellte sich damals die Frage, ob nicht auch Unternehmen daran Interesse haben könnten, wenn ich mich in einem ganz speziellen und für sie relevanten Ausbildungsfeld qualifiziere“, so der studierte Elektroingenieur Marc Büttner. „Und vielleicht würde sich das ein oder andere Unternehmen auch finanziell am Studium oder an einer Ausbildung beteiligen“, war von Anfang an auch Dennis Hindenburgs Gedanke, der im Start Up für die Zahlen und den Aufbau des Unternehmens verantwortlich ist. So war der Weg geebnet für die Strival-Onlineplattform, die angehende Nachwuchskräfte und ihre zukünftigen Arbeitgeber schon vor langwierigen und teils kostenintensiven Bewerbungsverfahren zusammenbringt.
Vom Potenzial dieses neuen Konzepts zur Begegnung der Fachkräftesituation überzeugte sich auch Philip Pozdorecz, Wirtschaftsförderer der Stadt, während eines seiner regelmäßigen Unternehmensbesuche: „Jedes Unternehmen kann direkt in seine Fachkräfte von morgen investieren. Es ermöglicht einerseits Unternehmen ihren spezifischen Personalbedarf zu decken und zudem können Fachkräfte für die Region gewonnen werden. Ein tolles Konzept und zudem noch ein Eberswalder Original.“
Derzeit ist das Strival-Team vor allem damit beschäftigt, ihr Konzept kompatibel zu gestalten für Hochschulen oder ganze Regionen, um das Fachkräftepotenzial noch besser ausschöpfen zu können.